Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie
und so Zeug halt
“Ich will missverstanden werden. Ich will unverstehbar sein. Ich will die Tausenddeutigkeit. Ich will die Provokation bis ins Hysterische treiben. Ich will jeden Tag bereuen. Ich will mich verurteilen und an mir zweifeln. Ich will die Selbstzerfleischung, meinen Verstand auf Messersschneide zwischen Irrsinn und Kalkulation herbei inszenieren.
Götter, wie sehr ich Klaus Kinski und Christoph Schlingensief vermisse, wie sehr sie mir fehlen!”
Schlingensief! Wenn ich nur den Namen höre, bekomme ich Gänsehaut.
News: Rich people paying rich people to tell middleclass people to blame poor people.
Ich blättere grade in einem Buch und versuche herauszufinden wovon es eigentlich handelt, als ein kleiner Junge in die Buchhandlung stürmt. Hinter ihm seine Mutter, merklich widerwillig.
“Was willst du denn?”
“Ich will ein Buch!”
“Hast du nicht schon genug?”
Der Junge ignoriert sie und rennt zum nächsten Regal.
“Aber zu Hause liegen Bücher, die hast du noch gar nicht gelesen. Hier du hast das, ähm, von TKKG, und noch das andere. Das sind zwei Stück!”
“Schau mal hier Mama, das ist der fünfte Band, den brauch ich auch noch!”
“Du musst erstmal den vierten zu Ende lesen.”
Ich benötige meine gesamte Willensstärke, um ihr nicht das Nasenbein zu brechen.
Isolation ist relativ und macht sich teilweise schon an Kleinigkeiten fest. Das spürte K. als er aus dem Fenster sah. Er sah schwarz. Nur eine schwarze Wand.
Als er noch in der grossen Stadt wohnte, war direkt über seinem Fenster eine Laterne. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite war eine Bushaltestelle. Wann immer er aus dem Fenster gesehen hat, war da etwas. Eine Welt in die er gehen konnte.
Eine Welt, die eigentlich immer voller Leben war.
Jetzt sieht er nur noch eine schwarze Wand. So in etwa stellt sich hier auch das Leben dar. Eingemauert in ihren Häusern und Vorgärten. Und er wunderte sich, warum er sich in der Stadt so viel wohler gefühlt hatte, als in dieser Wohnung. Und er wunderte sich auch, warum es ihn so bedrückte, immer erst spät nach Hause zu kommen.
Jetzt wird es ihm klar: weil er hier in einem isolierten schwarzen Kasten sitzt.
Er ist wie ein Fisch in einem Aqaurium und sieht nicht, was in der Welt da draussen vorgeht.
Noch schlimmer, er weiss, dass in der Welt hier draussen einfach gar nichts vorgeht.
Er braucht Leben und nicht diesen Sarg.
How can live be so fucking intense and so incredibly dull all at once. How can I be high on reality, strung out on the smells of spring and bored as hell, all on one day. Is it this very contradiction in our live that defines us? That separates us from the animals. Is bliss just one perch away? But we go on with our machine like lives where even wonder and amazement become predictable and repetitious until we just can’t stand it anymore.
Erst war es nur ein Glitch: Piwik (die Statistik-Software) wollte in diesem Blog nicht mehr funktionieren. Erst hatte ich nicht so richtig Lust sie zu reparieren. Dann habe ich gemerkt wie angenehm es war, nicht mehr für anonyme Klicker zu schreiben. Oh, der Artikel hat weniger Klicks bekommen. Vielleicht war meine Meinung nicht so wichtig?
Jetzt habe ich das Statistiktool gelöscht. Und habe auch nicht vor ein neues einzubauen. Und plötzlich habe ich wieder mehr Lust zu schreiben. Plötzlich ist wieder was los in diesem Blog. Plötzlich sind die Fesseln abgefallen.
Wer macht mit? Aktion Statistikfreier Blog. Blindschreiben. Selbstbestimmt. Kein Advertiser, keine CTR, kein CPM bestimmt unseren Output. War das nicht früher mal das, was Blogs so interessant gemacht hat? Damals vorm Krieg, vor der Monetarisierungswelle.
Free your Blog. And the rest will follow.
On Facebook you get invited to be friends
with people you spend 30 years to get away from.