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	<title>Netzhæuter &#187; motelsaigon</title>
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	<description>Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie und so Zeug halt</description>
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		<title>Plastik, Plastik, Plastik</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 17:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Enorme Mengen an Plastik türmten sich zu einer bunten Hügellandschaft, als es nach dem Umzug daran ging, die Küche einzuräumen. Bezeichnenderweise kamen gleich drei Kartons zusammen (bei einer 2er-WG), randvoll gefüllt mit dem bekannten Plaste-Equipment. Da ging es gleich ans Ausmisten. Eine Dose für ein (!) Kuchenstück, eine für einen (!) Apfel, spezielle Schöpfkellen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Enorme Mengen an Plastik türmten sich zu einer bunten Hügellandschaft, als es nach dem Umzug daran ging, die Küche einzuräumen. Bezeichnenderweise kamen gleich drei Kartons zusammen (bei einer 2er-WG), randvoll gefüllt mit dem bekannten Plaste-Equipment.<a href="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_04722.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1955" title="IMG_0472" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_04722-300x225.jpg" alt="Plastik ohne Ende" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Da ging es gleich ans Ausmisten. Eine Dose für ein (!) Kuchenstück, eine für einen (!) Apfel, spezielle Schöpfkellen und Siebe, die einen für Spätzle, die anderen für was auch immer, Aufschnittdosen, flexible-Deckel-Dosen, eine Unterlage mit vorgzeichneten Pizzagrößen,&#8230;. es versteht sich von selbst: alle diese Dinge sind möglichst so designed, dass sie eines gerade nicht sind: praktisch. Stattdessen handelt es sich um reihenweise&nbsp;single-purpose-Produkte.</p>
<p>Ist ja klar, dass man ein und dasselbe Sieb nicht für verschiedene Dinge benutzen kann: Spaghetti-Sieb, Spätzle-Sieb, Salat-Sieb,&nbsp;Salat-Schleuder-Sieb,&#8230;.</p>
<p>Dabei geht es auch einfacher - und umweltschonender (ganz zu schweigen davon, dass die Symbiose von Nahrung und Plastik generell zweifelhaft ist): Während das Chaos darauf wartete, sortiert zu werden und das &#8220;Such den Deckel!&#8221; losging, kam das gute, alte Schraubglas zum Einsatz. Da darf alles&nbsp;rein.</p>
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		<title>Böse Kinder</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 11:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[waldorfpädagogik]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum die Kinder &#8220;heutzutage&#8221; so &#8220;böse&#8221; sind? Und asozial? Und schwierig? Ja, warum nur&#8230; Sie spiegeln unere eigene Ironie, unserern Zynismus und andere Erwachsenengefühle wider, die wir angesammelt und auf sie geladen haben, weil wir dachten, Kinder gleichwertig zu behandeln, bedeute, sie mit unserer Welt&#160;einzuvernehmen. Da schenken wir ihnen rosa Plastikküchen, lächeln dabei milde, lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/04/Böse-Kinder.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1918" title="Böse Kinder" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/04/Böse-Kinder-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Warum die Kinder &#8220;heutzutage&#8221; so &#8220;böse&#8221; sind? Und asozial? Und schwierig? Ja, warum nur&#8230; <br />
Sie spiegeln unere eigene Ironie, unserern Zynismus und andere Erwachsenengefühle wider, die wir angesammelt und auf sie geladen haben, weil wir dachten, Kinder gleichwertig zu behandeln, bedeute, sie mit unserer Welt&nbsp;einzuvernehmen.</p>
<p style="text-align: left;">Da schenken wir ihnen rosa Plastikküchen, lächeln dabei milde, lassen scheinheilig andere Erwachsene fragen, &#8220;was man jetzt zu der Tante sagt&#8221; (nämlich &#8220;Danke&#8221;, du Balg!) und denken heimlich: &#8220;Du wirst auch noch&nbsp;dahinterkommen!&#8221;</p>
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		<title>Von Seelenrætseln und Seelenunsinn</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei esoterischen Halluzinationen sieht Steiner&#160;rot In dem Aufsatz &#8220;Max Dessoir ueber Anthroposophie&#8221;, erschienen in Steiners Aufsatzsammlung &#8220;Von Seelenrätseln&#8221; (1917), räumt Steiner mit esoterischen Unsinn auf, den der Kritiker Max Dessoir aus seinen Schriften herausgelesen haben&#160;will. Dazu gehört die Annahme, Steiner sei der Überzeugung, &#8220;die Seele könne «bei der Wahrnehmung von Farben und Tönen die Vermittlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: left;">Bei esoterischen Halluzinationen sieht Steiner&nbsp;rot</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/maxfwilliams/3306122583/"><img class="alignright size-medium wp-image-1590" title="red" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/01/red--300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>In dem Aufsatz &#8220;<a href="http://www.anthrowiki.info/ftp/anthroposophie/Rudolf_Steiner/Von_Seelenraetseln.htm#_Toc160852537">Max Dessoir ueber Anthroposophie</a>&#8221;, erschienen in Steiners Aufsatzsammlung &#8220;<a href="http://wiki.anthroposophie.net/GA_21">Von Seelenrätseln</a>&#8221; (1917), räumt Steiner mit esoterischen Unsinn auf, den der Kritiker Max Dessoir aus seinen Schriften herausgelesen haben&nbsp;will.</p>
<p>Dazu gehört die Annahme, Steiner sei der Überzeugung, &#8220;die Seele könne «bei der Wahrnehmung von Farben und Tönen die Vermittlung des Leibes ausschliessen»&#8221; - oder anders formuliert: &#8220;(&#8230;), man könne Farben ohne Augen sehen&#8221;.<span id="more-1522"></span></p>
<p>Steiner belässt es nicht dabei, darauf hinzuweisen, er halte das für &#8220;töricht&#8221;, sondern erklärt, wie er seelische Eindrücke und Sinnesempfindungen in Zusamenhang&nbsp;sieht.</p>
<p>Im Zentrum steht die simple Beobachtung, dass man an verschiedenen Sinneseindrücken ähnliches Erleben kann. So ist jedem klar, dass nicht das Sehen einer tatsächlich präsenten roten Farbe gemeint ist, wenn jemand sagt er &#8220;sehe&nbsp;rot&#8221;.</p>
<p>Steiner zitiert sich hier zum besseren Verständnis selbst, und zwar aus &#8220;<a href="http://wiki.anthroposophie.net/GA_10">Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten</a>&#8220;&nbsp;(1904):</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Wenn die hellsichtige Erkenntnis davon spricht «ich sehe rot», so bedeutet dies: «ich habe im Seelisch-Geistigen ein Erlebnis, welches gleichkommt dem physischen Erlebnis beim Eindruck der roten&nbsp;Farbe».&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Um ganz deutlich zu machen, was er davon hält, sich auf Grundlage dieser Beobachtung zu oben genanntem esoterischen Firlefanz zu versteigen, verweist er auf seine &#8220;<a href="http://wiki.anthroposophie.net/GA_9">Theosophie</a>&#8220;&nbsp;(1904):</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Man kann zu der Vorstellung kommen, als ob dasjenige, was hier als «Farben» geschildert wird, vor der Seele so stünde, wie eine physische Farbe vor dem Auge steht. Eine solche «seelische Farbe» wäre aber nichts als eine Halluzination. Mit Eindrücken, die «halluzinatorisch» sind, hat Geisteswissenschaft nicht das geringste zu&nbsp;tun.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Wer es immer noch nicht verstanden hat, möge im vorangehenden Aufsatz &#8220;<a href="http://wiki.anthroposophie.net/GA_21">Anthropologie und Anthroposophie</a>&#8220;&nbsp;nachlesen:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Aber es ist auch gezeigt, dass in diejenigen, was die von mir gemeinte Anthroposophie als geistige Erlebnisse anstrebt, nicht auf allgemeine <strong>nebulöse gefühlsmässige Selbsterlebnisse</strong> der Seele gedeutet wird sonder auf etwas das in gesetzmässiger Art in einem wirklichen inneren Erleben entwickelt&nbsp;wird.&#8221;</p>
</blockquote>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Lesetipp:</strong> Rudolf Steiner - Von Seelenrätseln (1917) [<a href="http://anthroposophie.byu.edu/schriften/021.pdf" target="_blank">PDF</a>] [<a href="http://wiki.anthroposophie.net/GA_21">Online-Text</a>]</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Selber denken oder denken lassen?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 09:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Trittbrettfahrer geistiger Führung leben bequemer. Judith von Halle über geistige&#160;Führung Über geistige Führung in der Gegenwart sollte Judith von Halle in der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik&#160;sprechen. Genauso mysteriös wie der Titel des Vortrages ist allerdings die Rednerin selbst: Diese ist vor allem als Stigmatisierte bekannt, die Anspruch auf „unmittelbares Miterleben der historischen Ereignisse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Trittbrettfahrer geistiger Führung leben bequemer. <br />
 Judith von Halle über geistige&nbsp;Führung</h2>
<h3><img class="alignright size-full wp-image-1108" style="margin-left: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Judith von Halle - Vortrag über geistige Führung in der Gegenwart" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/10/judith-von-halle11.jpg" alt="judith-von-halle1" width="200" height="279" /></h3>
<p>Über geistige Führung in der Gegenwart sollte Judith von Halle in der <a href="http://www.freie-hochschule-mannheim.de">Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik</a>&nbsp;sprechen.</p>
<p>Genauso mysteriös wie der Titel des Vortrages ist allerdings die Rednerin selbst:<br />
 Diese ist vor allem als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisation">Stigmatisierte</a> bekannt, die Anspruch auf „<a href="http://www.freie-vereinigung.de/buecher.html">unmittelbares Miterleben der historischen Ereignisse der Zeitenwende</a>“ – sprich: authentischen Zugang zu den historischen Ereignissen um Jesus Christus – erhebt. In ihren Büchern beschreibt sie auf diese Weise detailliert Vorgänge aus dem Leben Jesu Christi und legt biblische Inhalte dementsprechend aus.<br />
 Bedenkt man zusätzlich die Behauptung, sie ernähre sich seit Jahren ausschließlich von Licht, entsteht die ein oder andere Frage.<span id="more-1089"></span></p>
<p>Wer diese Fragen mit zum Vortrag nahm, musste sie und viele weitere wieder mit nach Hause tragen. Erläuterte Judith von Halle zunächst noch anschaulich, was unter der Fragestellung nach geistiger Führung zu verstehen sei, drifteten die Ausführungen bald in Kuriositäten ab, die sich auch mit geistiger Schau nur schwer erklären&nbsp;lassen.</p>
<p>Eine weltfremde Spinnerin sieht jedoch anders aus: Sympathisch wirkte Judith von Halle, die eigentlich Architektin ist. Statt einer schwebenden Lichtgestalt stand da ein zierliches Persönchen mit warmherziger Ausstrahlung und lachenden Augen auf der&nbsp;Bühne.</p>
<p>Nur die unauffälligen Verbände an beiden Händen gaben dem Eingeweihten Hinweis auf ihre parasinnlichen Aktivitäten. Umso mehr verwirrte das, womit diese scheinbar fest im Leben stehende Frau den Zuhörer wieder nach Hause&nbsp;schickte.</p>
<p>Geistige Führung als Anfrage an das heutige Zeitalter und an den Einzelnen vor dem Hintergrund spiritueller und ganzheitlicher Entwicklung – damit hatte sie zunächst eine interessante Frage umrissen, die nicht nur Anthroposophen&nbsp;bewegt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1113" title="Judith von Halle in der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/10/judith-von-halle2.JPG" alt="judith-von-halle2" width="448" height="301" /></p>
<p>Doch dann wurden sehr verkürzt die abenteuerlichsten Thesen aufgetischt. So verkündete Judith von Halle frei heraus, Aids sei durch den Glauben der Menschen, sie stammten vom Affen ab, entstanden. Auch Demenz sei ein Zeichen eines fehlgeleiteten Zeitgeistes und ausschließlich darauf zu begründen. Es folgten zahlreiche moralische Appelle, die zumindest erläuterungswürdig&nbsp;erschienen.</p>
<p>Wer da im größtenteils Ü-60-Publikum ans Rebellieren – oder zumindest die kritische Nachfrage – dachte, wurde jedoch gleich ausgebremst. Nachdem von Halle Christus als den wahren und einzigen Grund einer Ich-Entwicklung überhaupt identifiziert hatte, verschwand sie flugs von der Bühne. Christus, der einzige Grund für die Blutvererbung des jüdischen Volkes, habe ein völlig neues Bewusstsein etabliert, da erst durch ihn ein Individualitätsverständnis überhaupt angestoßen worden sei, so von Halle. Damit arbeitete sie Christus als den Schlüssel zu geistiger Entwicklung und Führung des individuellen Ichs&nbsp;heraus.</p>
<p>Dass sie selbst augenzwinkernd bemerkte, etwas „predigtmäßig“ rüber zu kommen, traf allerdings genau den Punkt. Ihr dezidiert christlicher Blickwinkel ist ja nun keine Überraschung. Wer sonntags in die Kirche geht, erwartet schließlich auch keine Physikvorlesung. Trotzdem wäre etwas weniger „Predigt“ und mehr Gespräch sicher bereichernd gewesen und der eigentlichen Frage nur gerecht geworden. Immerhin sollte geistige Entwicklung nicht etwas sein, das man vorgesetzt bekommt, sondern an dem man selbsttätig&nbsp;arbeitet.</p>
<p>Die einzige Anmerkung lieferte kurz und knapp Benedictus Hardorp von der Anthroposophischen Gesellschaft Mannheim und Anhänger von Halles: „Dem ist nichts hinzuzufügen“. Dann war die Vorstellung vorbei. Keine Diskussion, Nachfragen,&nbsp;Anmerkungen.</p>
<p>An mangelndem Interesse des Publikums kann das eigentlich nicht gelegen haben. Bereits Wochen vorher waren die Karten ausverkauft, einige Zuhörer über hundert Kilometer weit angereist, um zu hören, was Judith von Halle zu sagen&nbsp;hatte.</p>
<p>Oder wurde durch die Abwesenheit eines Diskurses letztlich nur eine passive Sinnsuche entlarvt, die dankbar für jede geistige Mitfahrgelegenheit ist? Die charismatische Ausstrahlung einer, die sich mit spirituellen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigt, kann die eigene Auseinandersetzung eben nicht ersetzen. Und sich aus romantischer Bewunderung jede noch so gewagte These vorsetzen zu lassen, zeugt wenig von geistiger Autonomie. Dann jedenfalls hätte Judith von Halle gut daran getan, sich schnell zu entfernen. Dass sie selbst sich auf die Suche gemacht hat, leuchtet jenseits jeder Kritik ein. Bleibt nur zu hoffen, dass das auch für die Zuhörer&nbsp;gilt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Weitere&nbsp;Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,568508,00.html">Vier Jahre Nulldiät</a> - Artikel im&nbsp;Spiegel</li>
</ul>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 951px; width: 1px; height: 1px;">
<h1><a title="Vier Jahre Nulldiät – Christlicher Eifer oder Heimsuchung?" rel="bookmark" href="http://blog.birni.eu/2008/08/03/vier-jahre-nulldiaet-christlicher-eifer-oder-heimsuchung/">Christlicher Eifer oder&nbsp;Heimsuchung?</a></h1>
</div>
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		<title>Keine Bildergeschichten</title>
		<link>http://www.netzhaeuter.de/bucher/keine-bildergeschichten</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 10:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich reise niemals ohne Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich&#160;haben.&#8221; Oscar Wilde Er gehört zum Herbst in Mannheim: Roger Willemsen. Wenn der Sommer sich verabschiedet, darf man sich darauf freuen, dass Roger Willemsen&#160;kommt. Am Dienstag Abend also hat der Herbst begonnen, denn da las Roger Willemsen in der Alten Feuerwache aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p style="text-align: right;"><span class="dquo">&#8220;</span>Ich reise niemals ohne Tagebuch.<br />
 Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich&nbsp;haben.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Wilde">Oscar Wilde<br />
 </a></p>
<p><a href="http://www.tooten.com/main.html"><img class="alignleft size-medium wp-image-851" title="Bangkok Noir - Ralf Tooten" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/bangkok_noir-300x166.jpg" alt="Bangkok Noir - Ralf Tooten" width="300" height="166" /></a>Er gehört zum Herbst in Mannheim: Roger Willemsen. Wenn der Sommer sich verabschiedet, darf man sich darauf freuen, dass Roger Willemsen&nbsp;kommt.</p>
<p>Am Dienstag Abend also hat der Herbst begonnen, denn da las Roger Willemsen in der <a href="http://www.altefeuerwache.com/">Alten Feuerwache</a> aus seinem Nocturno Bangkok Noir, gerade im Fischer Verlag erschienen und Niederschlag nächtlicher Streifzüge mit Ralf Tooten. Den Nacht-Bildern von  Tooten gegenübergestellt, wollte Willemsen Impressionen kreieren, keine Bildergeschichte erzählen. Multimedia-Abend nennt man sowas, und wie immer, wenn Roger Willemsen da ist, warten Reihen voller Bildungsbürger auf… ja, auf was eigentlich?<span id="more-846"></span></p>
<p>Geschichten und Bilder wie viele bunte Herbstblätter waren das, die da auf die Wartenden herunterrieselten. Banal, witzig, traurig, alles gemeinsam. Zum ersten Mal sehe ich Elefanten durch Betonblöcke und Straßen ziehen, ohne gleich mit schlechtem Gewisen an den Tierschutzverein zu&nbsp;denken.</p>
<p><a href="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/Bangkok-Noir-Cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-854" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left:10px;" title="Bangkok Noir - Cover" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/Bangkok-Noir-Cover-212x300.jpg" alt="Bangkok Noir - Cover" width="212" height="300" /></a>Keine Bildergeschichten und wenig Sex hatte Willemsen zu Beginn angekündigt und trotzdem sind es natürlich Bilder und vor allem Geschichten, die hängen&nbsp;blieben.</p>
<p>So schön gelesen, dass die Sehnsucht und das Fernweh groß werden, so fern, dass eine Ahnung nur davon aufsteigt, dass es eben doch nicht das gleiche ist, ob man seinen Mitternachtssnack zu sich nimmt in Baden-Württemberg oder&nbsp;Bangkok.</p>
<p>Und danach? Weinglas geleert,Mantel abgeholt, Pfand zurückgeholt, gut amüsiert? Hoffentlich bleibt auch ein wenig Entdeckermut hängen. Und Neugierde. Und Sehnsucht. Verdammt&nbsp;nochmal.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/detail.php?template=fv_wide_wrapper&amp;_content_template=buch_detail&amp;_navi_area=fv_home&amp;_navi_item=03.00.00.00&amp;id=1074653">Bangkok Noir</a> von Roger Willemsen und Ralf Tooten, erschienen im S. Fischer&nbsp;Verlag</p>
<p>Auf der Webseite von Roger Willemsen gibt es eine <a href="http://rogerwillemsen.de/_termine/termine_frameset_start.html">Übersicht der weiteren&nbsp;Termine.</a></p>
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