Ich wurde frei geboren
und ich werde frei sterben.
Dazwischen werde ich mir von niemandem erlauben lassen, frei zu sein. Das ist eine Beleidigung für mein bisschen Intelligenz und eine Verhöhnung meiner Grundrechte.
Wenn wir einen Staat brauchen, der uns erlaubt frei zu sein, haben wir die angebliche Freiheit schon lange verloren. Die Grundrechte sind so grundlegend und allumfassend, dass sie nicht einmal gewährt werden dürfen. Sie müssen nur anerkannt werden.
Meine Grundrechte finden ihre Grenzen nicht in Bundesgesetzen. Grundrechte teilweise einzuschränken heißt: Aus Menschen wieder zu einem Teil Tiere zu machen.
Das Manifest ist laut vorzulesen und dabei aus der Ich-Perspektive zu begreifen. Mit “meiner Freiheit” ist also die Freiheit des Vorlesenden gemeint.
Jeder Vorlesende kann sich selbst als Subjekt erfahren. Er ist das Subjekt seiner persönlichen Freiheit, nicht das Objekt einer ihm übergestülpten, reglementierten Illusion von Freiheit.
