Enorme Mengen an Plastik türmten sich zu einer bunten Hügellandschaft, als es nach dem Umzug daran ging, die Küche einzuräumen. Bezeichnenderweise kamen gleich drei Kartons zusammen (bei einer 2er-WG), randvoll gefüllt mit dem bekannten Plaste-Equipment.
Da ging es gleich ans Ausmisten. Eine Dose für ein (!) Kuchenstück, eine für einen (!) Apfel, spezielle Schöpfkellen und Siebe, die einen für Spätzle, die anderen für was auch immer, Aufschnittdosen, flexible-Deckel-Dosen, eine Unterlage mit vorgzeichneten Pizzagrößen,…. es versteht sich von selbst: alle diese Dinge sind möglichst so designed, dass sie eines gerade nicht sind: praktisch. Stattdessen handelt es sich um reihenweise single-purpose-Produkte.
Ist ja klar, dass man ein und dasselbe Sieb nicht für verschiedene Dinge benutzen kann: Spaghetti-Sieb, Spätzle-Sieb, Salat-Sieb, Salat-Schleuder-Sieb,….
Dabei geht es auch einfacher - und umweltschonender (ganz zu schweigen davon, dass die Symbiose von Nahrung und Plastik generell zweifelhaft ist): Während das Chaos darauf wartete, sortiert zu werden und das “Such den Deckel!” losging, kam das gute, alte Schraubglas zum Einsatz. Da darf alles rein.