Laut Jutta Ditfurth gibt es fünf bewährte Instrumente der Unterdrückung:
Befriedung
Hier führt Jutta Ditfurth Billigkonsum an, aber auch den Erhalt von Arbeitsplätzen zum (nur scheinbaren) Wohl der Arbeitnehmer. Ich sehe hier alles, was die Bevölkerung ruhig stellt (friedlich macht), indem man scheinbar etwas für das Wohl des Volkes tut.
Propaganda
Ablenkung und Täuschung. “Es gibt Tage, an denen kein Satz in den Nachrichten der sozialen Wirklichkeit angemessen ist.” “Eher erfährt man etwas über ein Busunglück in Indien als über die Arbeitsbedingungen in Fabriken mit deutschem Eigentümer in China.” Jede Form von Desinformation oder Kontrolle der Informationskanäle ist eine Art von Propaganda.
Überwachung und Bespitzelung
“Würden sämtliche antidemokratischen Möglichkeiten dieses Staates auf einmal und zur gleichen Zeit eingesetzt, lebten wir sichtbar in einer Diktatur.” Die Vorratsdatenspeicherung und der große Lauschangriff sind nur die Spitze des Eisbergs an Überwachungsmöglichkeiten, die inzwischen gegen jeden Bürger zur Verfügung stehen. Wir kommen mit der Berichterstattung über neue Überwachungsgesetze gar nicht mehr hinterher, so schnell werden sie erlassen.
Repression
Wer trotz des Drucks aufmuckt, wird bestraft. Dabei sind die Möglichkeiten vielfältiger geworden. Neben den alten Methoden wie Gefägnisstrafen und Prügel gibt es Berufsverbote, psychische Bedrohung, Psychiatrisierung, Denunziation uvw. Dabei werden unterschiedliche Gruppen auf verschiedene Arten angegangen: Der Journalist wird anders bestraft als der Punk um die soziale Spaltung aufrecht zu erhalten.
Milititarisierung
Die ständigen Forderungen zum Einsatz der Bundeswehr im inneren sagen hier schon alles. Auch brutale Polizeieinsätze sprechen eine klare Sprache.
“Das Ausmaß, in dem diese fünf Instrumente der Unterdrückung in den vergangenen Jahren ausgeweitet wurden, verrät uns, dass Kapital und Staat Pläne haben, die solche verschiedenartigen Repressionen gegen kritische Bürger und die linke Opposition nötig machen.”
Jutta Ditfurth - Zeit des Zorns
Zeit des Zorns - Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft ist 2009 bei Droemer erschienen.
Links und weitere Informationen:
- offizielle Webseite von Jutta Ditfurth
- Zeit des Zorns
- Leseprobe (als Vorabdruck in der “jungen Welt”) [PDF]
- Zeit des Zorns beim Droemer Knaur Verlag
- Termine und Lesungen
- Jutta Ditfurth bloggt im Droemer Knaur Blog
- Linke Flaschenpost - ein Plädoyer für Zeit des Zorns von Peter Nowak
- Rezension bei vorwärts.de
- Das Kapitel “Wir werden alles selber machen müssen” bei grilleau
- Brights Blog zum Buch
- Jutta Ditfurth schreibt bei Gegenmeinung »Die letzte Schlacht gewinnen wir« über die Grünen
- Gespräch mit Jutta Ditfurth. Über ihr neues Buch, Marx und Marxismus heute, soziale Emanzipation, die Unreformierbarkeit des Kapitalismus und die Linkspartei
