“Wie ich eines schönen Morgens im April das 100prozentige Mädchen sah” ist ein Sammlung von neun Erzählungen des Autors Haruki Murakami.
DIe Süddeutsche Zeitung schreibt dazu:
“Ob einem Mann das 100%ige Mädchen über den Weg läuft und es ihm nicht gelingt, es anzusprechen; oder ob ein junger Mann von einer Frau gerufen wird, die ihn die Schränke ihrer Tochter öffnen läßt - Murakamis Menschen begegnen dem Außergewöhnlichen. “Nicht daß Monster und TV-Männchen über die Seiten huschen, ist das Besondere an diesen lakonischen Texten, sondern daß Murakami mit ein, zwei Sätzen den glatten Boden vor den Füßen seiner blassen Angestellten aufreißt, sie kurz ins Nichts starren läßt, um mit dem nächsten Satz alles wieder schön zu verfugen: als wäre nichts gewesen.”
Leider stimmt es genau so: die Geschichten sind zwar merkwürdig und scheinen etwas aussagen zu wollen, doch am Ende hat man genau dieses Gefühl “als wäre nichts gewesen”. Es gibt keine echte Entwicklung, keinen echten Spannungsbogen und auch keine Aussage.
Am Ende blieb bei mir nur ein vollkommen unbefriedigendes Gefühl zurück und absolut gar nichts von dem Buch ist bei mir hängen geblieben.
Fazit: Nette Lektüre mit schöner Sprache, evtl. für einen Urlaub oder längere Zugfahrten geeignet, aber kein grosses Meisterwerk.