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	<title>Netzhæuter &#187; Kurzgeschichten</title>
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	<description>Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie und so Zeug halt</description>
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		<title>ändere die Richtung</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[fabel]]></category>
		<category><![CDATA[franz kafka]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p style="text-align: justify;"><a href="http://durak.org/photos/seandreilinger/446822124/"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1723" style="margin-left: 10px;" title="Maus in der Ecke" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2010/02/Maus_in_der_Ecke-150x99.jpg" alt="" width="150" height="99" /></a>„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich&nbsp;laufe.“</p>
<p>— „Du mußt nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß&nbsp;sie.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka - Kleine&nbsp;Fabel</p>
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		<title>Die Bäume</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 09:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aphorismus]]></category>
		<category><![CDATA[bäume]]></category>
		<category><![CDATA[betrachtung]]></category>
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		<description><![CDATA[Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur&#160;scheinbar. Franz Kafka -&#160;Betrachtung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.flickr.com/photos/sovietuk/107654154/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-674" style="margin-right: 10px; margin-bottom: 10px; margin-top: 10px;" title="Bäume im Schnee" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/07/snowblasted_trees-150x112.jpg" alt="Bäume im Schnee" width="150" height="112" /></a>Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur&nbsp;scheinbar.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;<a href="http://www.kafka.org/index.php?betrachtung">Betrachtung</a></p>
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		<title>wir zünden keine Autos an</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[manager]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wissen sprengt Königshäuser, Wissen wirft alles um. Die Wikipedia wird von 20-Jährigen geschrieben. 20-Jährige sammeln das Wissen unserer Zeit und machen es Menschen in der ganzen Welt verfügbar. Wir sind der dritte Stand, wir sind die Bruchstelle dieses Systems. Wir sind gut ausgebildet und genauso klug wie die Eliten und wir wissen genau, was sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Strasbourg_torched_car.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-662 alignright" title="brennendes Auto" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/07/brennendes-Auto-150x126.jpg" alt="brennendes Auto" width="150" height="126" /></a>&#8220;Wissen sprengt Königshäuser, Wissen wirft alles um. Die Wikipedia wird von 20-Jährigen geschrieben. 20-Jährige sammeln das Wissen unserer Zeit und machen es Menschen in der ganzen Welt verfügbar. Wir sind der dritte Stand, wir sind die Bruchstelle dieses Systems. Wir sind gut ausgebildet und genauso klug wie die Eliten und wir wissen genau, was sie treiben. Wir sind gefährlich, wir zünden keine Autos an, wir stellen die Guillotinen auf. Bildlich gesprochen, wir sind ja nett. Genauso nett wie die&nbsp;Pharmamanager.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.malte-welding.com/">Malte Welding</a> - <a href="http://www.malte-welding.com/2009/07/23/paul-bekommt-die-welt-erklart-und-versteht-beinahe-werbung/">Paul bekommt die Welt erklärt und versteht beinahe&nbsp;Werbung</a></p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-657"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ein wirklich wirrer und krasser Text, aber dabei voll auf den Punkt und einfach&nbsp;genial.</p>
<blockquote><p style="text-align: left;"><span class="dquo">&#8220;</span>Die ganzen netten Manager, die leiden doch selbst wie die Tiere. [&#8230;] Wir müssen ihnen sagen, wie sie es machen sollen. [&#8230;] Die wollen da alle raus, die wollen auch glückliche Kinder in Afrika&nbsp;sehen.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Nachdem ich grade Die Suppe lügt gelesen habe, gefällt mir auch sehr der&nbsp;Anfang.</p>
<blockquote><p style="text-align: left;"><span class="dquo">&#8220;</span>&#8230;Die drei Hochglanzapfelsorten strahlen um die Wette, das Fleisch hat nie gelebt und kostet weniger als ein Schokoriegel, das Erdbeerjoghurt ist rotgefärbter Zucker, das Brot&nbsp;braungefärbter&#8230;&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"> </p>
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		<title>begradigt den Fluss am Hirn</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 14:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[empfehlenswert]]></category>
		<category><![CDATA[gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[wiglaf droste]]></category>

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		<description><![CDATA[Wiglaf Droste, wie soll man so jemanden Beschreiben? Zu allererst mal nicht mit blöden floskelhaften Fragen wie: &#8220;Wie soll man so jemanden Beschreiben?&#8221;. Sonst würde er mir garantiert wegen Einfallslosigkeit eins auf die Mütze geben. Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses ist eine Sammlung von absurden Gedichten und anderen Kurztexten. Vor allem aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-26 alignleft" style="margin: 10px;" title="Wiglaf Droste - Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2008/10/droste-hirn.jpg" alt="" width="139" height="239" /></p>
<p><a title="Wiglaf Droste bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste" target="_blank">Wiglaf Droste</a>, wie soll man so jemanden Beschreiben? Zu allererst mal nicht mit blöden floskelhaften Fragen wie: &#8220;Wie soll man so jemanden Beschreiben?&#8221;. Sonst würde er mir garantiert wegen Einfallslosigkeit eins auf die Mütze geben.<span id="more-25"></span></p>
<p><a title="Nautilus Verlag" href="http://www.edition-nautilus.de/proc.php?buecher/droste/unt_hirn.html" target="_blank">Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses</a> ist eine Sammlung von absurden Gedichten und anderen Kurztexten. Vor allem aber ist es eins: ganz und gar nicht Hirnlos. Sprachlich im gesamten Bereich zwischen intellektuellem Klugscheisser und abgefuckten Gossengelaber unterwegs steckt &#8220;Wiggi&#8221; seine Nase überall dort rein, wo es weh tut. Selbst bei der ein oder anderen belanglosen Geschichte macht es Spaß seinem Erzähldrang zu&nbsp;folgen.</p>
<p>Aber lassen wir den Meister selbst zu Wort kommen, indem ich aus dem Text &#8220;Das Topspiel der Woche mit Volkers Hilfe (Eine Einkreisung)&#8221;&nbsp;zitiere:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>&#8230; Gern zum Beispiel kehrt man am Samstag nachmittag in ein unweit der Wohnung gelegenes Café ein, um dort die Übertragung des sogenannten &#8220;Topspiels der Woche&#8221; auf <em>premiere </em>zu verfolgen, weil man selbstverständlich kein <em>premiere </em>Abonnement hat, beziehungsweise wenn man doch eines hätte, damit beschäftigt wäre, darüber nachzudenken, was man falsch gemacht hat in seinem langweiligen Leben; es wird sich wohl um die fatale Entscheidung handeln, mit einem sogenannten Partner zusammenzuleben. Jeder Mensch, auch der prickelndste, nutzt sich durch dauerndes Bewohntwerden dermaßen ab, daß schon recht bald selbst das Fernsehen mehr Faszination verspricht: Erst kommt die Einstiegsdroge ARD/ZDF, irgendwann reicht auch &#8220;Derrick&#8221; nicht mehr, dann heißt es: Kabel her, als nächstes Video, und wenn das Ende naht, abonniert man <em>premiere</em>, und das alles nur, weil jemand sagte, es sei doch so schön, den gemeinsamen Alltag zu teilen. Die von kulleräugigen Unterprimanerinnen mit Sozialkundeleistungskurs geäußerte Behauptung, einsame Menschen würden sich vor dem Fernseher, weil Neil Postman das einmal gesagt hat, &#8220;zu Tode amüsieren&#8221; und dabei vor die Hunde gehen, ist so falsch wie alles, was kulleräugige Unterprimanerinnen mit Sozialkundeleistungskurs so behaupten; es ist im Gegenteil der permanente Sozialkontakt, der die Menschen in die Arme von Alkohol, Religion, Fernsehen und sogar <em>premiere </em>treibt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Oder aus einem anderen Text eine wunderbar aufgeklärte Betrachtung über Gott, &#8220;Wo ißt Gott (Eine säkuläre&nbsp;Spekulation)&#8221;:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Ob es einen Gott gibt und wo, wenn ja, im Universum er sich dann herumdrücke, ist mir, von einem nietzscheanisch-atheistisch flackernden Feuer in frühester Jugend einmal abgesehen, immer gleichgültig gewesen, denn die Antwort, wie sie auch ausfällt, ändert ja nichts: Gott ist egal, und was egal ist, darf ignoriert&nbsp;werden.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Fazit:</strong> Sehr unterhaltsames Buch, sprachlich weit über durchschnitt. Unbedingt&nbsp;kaufen.</p>
<p style="text-align: center;">Wiglaf Droste<br />
Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses<br />
erschienen im Edition Nautilus&nbsp;Verlag
</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Als kleiner Bonus ohne Zusammenhang mit dem Buch: &#8220;Grönemeyer kann nicht&nbsp;tanzen&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PI0P4KbyHxY&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/PI0P4KbyHxY&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Wie ich eines schönen Morgens im April das 100prozentige Mädchen sah</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 12:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[haruki murakami]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wie ich eines schönen Morgens im April das 100prozentige Mädchen sah&#8221; ist ein Sammlung von neun Erzählungen des Autors Haruki&#160;Murakami. DIe Süddeutsche Zeitung schreibt&#160;dazu: &#8220;Ob einem Mann das 100%ige Mädchen über den Weg läuft und es ihm nicht gelingt, es anzusprechen; oder ob ein junger Mann von einer Frau gerufen wird, die ihn die Schränke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="sans"><span id="btAsinTitle"><span class="dquo">&#8220;</span>Wie ich eines schönen Morgens im April das 100prozentige Mädchen sah&#8221; </span></span>ist ein Sammlung von neun Erzählungen des Autors Haruki&nbsp;Murakami.</p>
<p>DIe Süddeutsche Zeitung schreibt&nbsp;dazu:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Ob einem Mann das 100%ige Mädchen über den Weg läuft und es ihm nicht gelingt, es anzusprechen; oder ob ein junger Mann von einer Frau gerufen wird, die ihn die Schränke ihrer Tochter öffnen läßt - Murakamis Menschen begegnen dem Außergewöhnlichen. &#8220;Nicht daß Monster und TV-Männchen über die Seiten huschen, ist das Besondere an diesen lakonischen Texten, sondern daß Murakami mit ein, zwei Sätzen den glatten Boden vor den Füßen seiner blassen Angestellten aufreißt, sie kurz ins Nichts starren läßt, um mit dem nächsten Satz alles wieder schön zu verfugen: als wäre nichts&nbsp;gewesen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Leider stimmt es genau so: die Geschichten sind zwar merkwürdig und scheinen etwas aussagen zu wollen, doch am Ende hat man genau dieses Gefühl &#8220;als wäre nichts gewesen&#8221;. Es gibt keine echte Entwicklung, keinen echten Spannungsbogen und auch keine&nbsp;Aussage.</p>
<p>Am Ende blieb bei mir nur ein vollkommen unbefriedigendes Gefühl zurück und absolut gar nichts von dem Buch ist bei mir hängen&nbsp;geblieben.</p>
<p>Fazit: Nette Lektüre mit schöner Sprache, evtl. für einen Urlaub oder längere Zugfahrten geeignet, aber kein grosses&nbsp;Meisterwerk.</p>
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