Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie
und so Zeug halt
(via)
“Das besonders perfide an der aktuellen Diskussion, die von Westerwelle angestossen worden ist, liegt doch darin, dass hier [..] die Ärmeren gegen die Ärmsten instrumentalisiert werden.”

| Offene Arbeitsstellen | 570 000 |
| Arbeitslose | 3 267 907 |
So leicht zeigt onli blogging, dass die ganze Schmarotzer Diskussion an der Realität vorbei geführt wird. Fördern und fordern schön und gut, aber wo keine Jobs sind kann sich ein Arbeitsloser so viel bewerben, wie er will. Das Problem geht nicht weg, wenn wir die Leute noch mehr unter Druck setzen.
Dazu kommt, dass die Arbeitslosenstatistik bekannter Weise starkt geschönt ist. Seht den Tatsachen ins Auge: Es wird nie wieder Vollbeschäftigung geben. Wir brauchen stattdessen ein auf Dauer tragbares Sozialsystem.
Margot Käßmann ist zurückgetreten. Hatte sie die Wahl? Scheiß selbstgerechte Doppelmoral unserer Mediengesellschaft. Frau, Bischöfin. Alles klar. Am schlimmsten sind noch die Bewertungen der Rücktrittsentscheidung seitens der Medien, die die öffentliche Meinung in vorauseilendem Gehorsam beeinflussen und moralinsauer bedienen. Erst jubeln sie das Thema hoch, erzeugen und verstärken den Druck, und dann schwingen sie sich noch dazu auf, den Rücktritt zu bewerten und teils anerkennende Kommentare abzugeben.
Den Überblick über den (Online-)Medienhype vermittelt news.google.de.
“Dieser Satz ist eine typische Lüge aus dem neoliberalen Dreck. Denn es sind die Neoliberalen die die Löhne einer Friseuse auf 3 Euro gedrückt haben und ein Zimmermädchen bei 4 Euro verhungern lassen. Die Hoteliers von denen sich Westerwelle und seine verkommene FDP kaufen ließen, verdienen daran, dass die Löhne gedrückt werden.”
von Jochen Hoff
“Diese kaum verhohlene Ablehnung der Schwächsten der Gesellschaft, diese Reduzierung ihrer Lebensumstände ist auf eine Art erbärmlich, die in ihrer Selbstgerechtigkeit und Arroganz derart unerträglich ist, dass einem beinah die Worte fehlen.
Beinah.”
Frédéric Valin hat einen für Spreeblick außergwöhnlichen sozialkritischen Beitrag geschrieben, der keine weltbewegenden Neuigkeiten aufdeckt, aber noch einmal gut die Situation auf den Punkt bringt. Es wird Zeit, dass diese Kritik nicht mehr eine Minderheitenmeinung von langhaarigen linken Weltverbesserern ist, sondern in den Mainstream getragen wird. Immer mehr Menschen machen schreckliche Erfahrungen in ihrem eigenen persönlichen Umfeld. Immer mehr Menschen reden über das Thema.
Tragt die Botschaft weiter.
Eine herrliche verfremdete Werbekampagne macht grade die Runde, die schön zeigt wohin die Arbeitsmarktpolitik der CDU/FDP führen wird:
Die Aktion Move your Money ruft die US-Bürger dazu auf, ihr Geld aus den großen Banken abzuziehen und in kleinere Kommunalbanken zu stecken.
Initiiert wurde die Aktion von Alexis McGill, Eugene Jarecki, Nick Penniman und Arianna Huffington, die dazu einen Kickoff Artikel geschrieben hat:
Weiterlesen "Move your Money"
Der Bildungsstreik 2009 kommt am 04.12. mit dem Motto “Freie Bildung für alle” nach Mannheim. Auch die Studenten der Freie Hochschule für Waldorfpädagogik solidarisieren sich mit der Aktion und werden an der Demo teilnehmen.
“Viele Argumente und Änderungen, die von Bildungspolitikern als notwendig oder auch unumgänglich betrachtet werden, hat die Waldorfschule schon lange implementiert. So sind z.B. die freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion sowie die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems in Waldorfzusammenhängen selbstverständlich.
Die Studierenden der Freien Hochschule Mannheim werden an der Demonstration am 04.12.2010 in Mannheim teilnehmen und sich für eine Verbesserung der deutschen Bildungslandschaft einsetzen.”
Weiterlesen "[Demo] “Freie Bildung für alle”
am 04.12. in Mannheim"
“Seit 1991 ist in Deutschland die Zahl der jährlich geleisteten Arbeitsstunden von 17 auf rund 11 Milliarden gesunken. Damit ist ein großer Teil der Erwerbsarbeit weggebrochen. Und zwar nicht etwa, weil Deutschland den Standortwettbewerb verloren hätte. Im Gegenteil: Ohne die seit 1991 aufgelaufenen riesigen Exportüberschüsse wären die Verluste noch höher. Der Grund für diesen dramatischen Rückgang liegt in der weiter steigenden Produktivität. Dieser Trend wird sich fortsetzen”
Werner Vontobel - Freitag - Es ist die Nachfrage, stupid!
By the way, if anyone here is in advertising or marketing, kill yourself.
— Bill Hicks