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	<title>Netzhæuter &#187; Veranstaltungen</title>
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	<description>Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie und so Zeug halt</description>
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		<title>[Demo] &#8220;Freie Bildung für alle&#8221;am 04.12. in Mannheim</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 14:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bildungsstreik 2009 kommt am 04.12. mit dem Motto &#8220;Freie Bildung für alle&#8221; nach Mannheim. Auch die Studenten der Freie Hochschule für Waldorfpädagogik solidarisieren sich mit der Aktion und werden an der Demo&#160;teilnehmen. &#8220;Viele Argumente und Änderungen, die von Bildungspolitikern als notwendig oder auch unumgänglich betrachtet werden, hat die Waldorfschule schon lange implementiert. So sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/12/bildungsstreik.jpg" target="_blank"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1455" title="Bildungsstreik 2009 in Mannheim: Freie Bildung für alle" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/12/bildungsstreik-125x150.jpg" alt="Bildungsstreik 2009 in Mannheim: Freie Bildung für alle" width="125" height="150" /></a>Der Bildungsstreik 2009 kommt am 04.12. mit dem Motto &#8220;Freie Bildung für alle&#8221; nach Mannheim. Auch die Studenten der <a href="http://www.freie-hochschule-mannheim.de/front_content.php?idart=76">Freie Hochschule für Waldorfpädagogik </a>solidarisieren sich mit der Aktion und werden an der Demo&nbsp;teilnehmen.</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Viele Argumente und Änderungen, die von Bildungspolitikern als notwendig oder auch unumgänglich betrachtet werden, hat die Waldorfschule schon lange implementiert. So sind z.B. die freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion sowie die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems in Waldorfzusammenhängen&nbsp;selbstverständlich.</p>
<p>Die Studierenden der Freien Hochschule Mannheim werden an der Demonstration am 04.12.2010 in Mannheim teilnehmen und sich für eine Verbesserung der deutschen Bildungslandschaft einsetzen.&#8221;<span id="more-1451"></span></p>
</blockquote>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1465" title="education is not for sale" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/12/education_not_for_sale-150x83.jpg" alt="education_not_for_sale" width="150" height="83" />Die <a href="http://www.bildungsstreik-mannheim.de/?page_id=2">Forderungen</a>&nbsp;sind:</p>
<p><strong>Freier Zugang zu&nbsp;Bildung</strong></p>
<ol>
<li>die Abschaffung von&nbsp;Studiengebühren!</li>
<li>eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen&nbsp;Schulsystem</li>
<li>den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch Ausbau von&nbsp;Studienplätzen!</li>
<li>die finanzielle Unabhängigkeit von Studierenden außerhalb von&nbsp;Krediten!</li>
<li>die Förderung aller Schüler und Studierenden statt einseitiger&nbsp;Elitenbildung!</li>
<li>Ausbildungsplatzgarantie durch Wirtschaft und&nbsp;Politik!</li>
</ol>
<p><strong>Bildung als individueller&nbsp;Prozess</strong></p>
<ol>
<li>das Ende von Regelstudienzeit und&nbsp;Dauerüberprüfung!</li>
<li>Abschaffung von Turbo-Abi und Bachelor/Master in der derzeitigen&nbsp;Form!</li>
<li>Selbstbestimmt lernen – die Möglichkeit individueller&nbsp;Schwerpunktsetzung!</li>
</ol>
<p><strong>Demokratisierung des&nbsp;Bildungssystems</strong></p>
<ol>
<li>den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im&nbsp;Bildungsbereich!</li>
<li>die Mitbestimmung aller Beteiligten im&nbsp;Bildungssystem!</li>
<li>Verfasste Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen&nbsp;Bundesländern!</li>
</ol>
<p><strong>Verbesserung der Lehr- und&nbsp;Lernbedingungen</strong></p>
<ol>
<li>die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im&nbsp;Bildungsbereich!</li>
<li>die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares&nbsp;Niveau!</li>
</ol>
<h3>weitere&nbsp;Quellen:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.bildungsstreik-mannheim.de/?p=73">Webseite des Bildungsstreiks&nbsp;Mannheim</a>.</li>
<li>Den Flyer und das Pakat gibt es auch als&nbsp;<a href="http://www.bildungsstreik-mannheim.de/?page_id=61">Download</a>.</li>
<li>Auch der Mannheimer Bundestagsabgeordnete <a href="http://www.michael-schlecht.net/?p=626">Michael Schlecht unterstützt die&nbsp;Proteste</a>.</li>
<li><a href="http://www.morgenweb.de/region/mannheim/artikel/20091203_srv0000005107032.html">Bericht des Mannheimer Morgen</a> (<a href="http://www.rhein-neckar-netz.de/mannheim/auch-mannheimer-studenten-demonstrieren/">via</a>).</li>
</ul>
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		<title>Heavy in Heidelberg</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 12:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anonym</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[blumfeld]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;… als ob man mit einem Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen&#160;bekommt&#8221; Douglas&#160;Adams Mit verzerrten Gitarren, stampfendem Beat und vor allem LAUT stand Jochen Distelmeyer auf der Bühne des Karlstorbahnhof in Heidelberg. Das ganze Konzert kam deutlich lauter und dreckiger rüber, als das zugehörige Album. Wirklich Eindruck auf mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>… als ob man mit einem Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen&nbsp;bekommt&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Douglas&nbsp;Adams</p>
<p><img class="size-full wp-image-1352 alignleft" title="Jochen Distelmeyer - Bild: Nic Frechen" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/11/distelmeyer2.jpg" alt="Jochen Distelmeyer" width="110" height="138" /></p>
<p>Mit verzerrten Gitarren, stampfendem Beat und vor allem LAUT stand <a href="http://www.jochendistelmeyer.de/">Jochen Distelmeyer</a> auf der Bühne des <a href="http://www.karlstorbahnhof.de/">Karlstorbahnhof</a> in Heidelberg. Das ganze Konzert kam deutlich lauter und dreckiger rüber, als das zugehörige Album. Wirklich Eindruck auf mich gemacht hat aber weniger die Show, sondern vor allem das Publikum.<span id="more-1345"></span></p>
<p>Ein Haufen mitdreissiger in gewollt uncoolen (also schon wieder hippen) pseudointellektuellen Klamotten stehen wie angewurzelt im Raum, während vorne die Hölle losbricht und Distelmeyer dazu auffordert die Autos der Reichen anzuzünden. Nicht die geringste Regung, weder in den Gesichtern, noch zucken die Körper zum Beat. Nach jedem Lied braver Applaus wie im&nbsp;Theater.</p>
<p>Die Atmosphäre entspricht eher der eines Gottesdienstes, als der eines Konzerts. Ein haufen Juppies holt sich wieder ihre Absolution für ein weiteres Jahr. Und Morgen gehen sie wieder in ihre Bank und treiben die Finanzkrise voran. Gehen sie wieder in ihre Werbeagenturen und verkaufen den Leuten Scheisse die niemand braucht und die die Welt&nbsp;zerstört.</p>
<p>Die erste emotionale Reaktion gibt es, als alte Blumfeld Lieder gespielt werden. Nostalgie bricht aus und endlich wird die Erwartungshaltung erfüllt. Das Publikum schafft es kaum den Teilsatz &#8220;Quo vadis&#8221; mitzusingen, doch nach dieser Übung wirken die Menschen wie befreit. Vielleicht brauchen sie alle einfach mal eine&nbsp;Bewegungstherapie?</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>&#8220;58. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 15:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>unnamed</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Filmfestival zeigt ausschließlich Werke von Regisseurinnen und Regisseuren, die international gesehen als Newcomer gelten. Es verspricht &#8220;eine strenge Auswahl, die sich unbedingt nach Qualität&#160;richtet.&#8221; Das Kinofest findet vom 5. bis 15. November in Mannheim und Heidelberg statt.&#160;www.iffmh.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Filmfestival zeigt ausschließlich Werke von Regisseurinnen und Regisseuren, die international gesehen als Newcomer gelten. Es verspricht &#8220;eine strenge Auswahl, die sich unbedingt nach Qualität&nbsp;richtet.&#8221;</p>
<p>Das Kinofest findet vom 5. bis 15. November in Mannheim und Heidelberg statt.&nbsp;<a href="http://www.iffmh.de">www.iffmh.de</a></p>
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		<title>Selber denken oder denken lassen?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 09:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[anthroposophie]]></category>
		<category><![CDATA[christus]]></category>
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		<description><![CDATA[Trittbrettfahrer geistiger Führung leben bequemer. Judith von Halle über geistige&#160;Führung Über geistige Führung in der Gegenwart sollte Judith von Halle in der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik&#160;sprechen. Genauso mysteriös wie der Titel des Vortrages ist allerdings die Rednerin selbst: Diese ist vor allem als Stigmatisierte bekannt, die Anspruch auf „unmittelbares Miterleben der historischen Ereignisse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Trittbrettfahrer geistiger Führung leben bequemer. <br />
 Judith von Halle über geistige&nbsp;Führung</h2>
<h3><img class="alignright size-full wp-image-1108" style="margin-left: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Judith von Halle - Vortrag über geistige Führung in der Gegenwart" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/10/judith-von-halle11.jpg" alt="judith-von-halle1" width="200" height="279" /></h3>
<p>Über geistige Führung in der Gegenwart sollte Judith von Halle in der <a href="http://www.freie-hochschule-mannheim.de">Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik</a>&nbsp;sprechen.</p>
<p>Genauso mysteriös wie der Titel des Vortrages ist allerdings die Rednerin selbst:<br />
 Diese ist vor allem als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisation">Stigmatisierte</a> bekannt, die Anspruch auf „<a href="http://www.freie-vereinigung.de/buecher.html">unmittelbares Miterleben der historischen Ereignisse der Zeitenwende</a>“ – sprich: authentischen Zugang zu den historischen Ereignissen um Jesus Christus – erhebt. In ihren Büchern beschreibt sie auf diese Weise detailliert Vorgänge aus dem Leben Jesu Christi und legt biblische Inhalte dementsprechend aus.<br />
 Bedenkt man zusätzlich die Behauptung, sie ernähre sich seit Jahren ausschließlich von Licht, entsteht die ein oder andere Frage.<span id="more-1089"></span></p>
<p>Wer diese Fragen mit zum Vortrag nahm, musste sie und viele weitere wieder mit nach Hause tragen. Erläuterte Judith von Halle zunächst noch anschaulich, was unter der Fragestellung nach geistiger Führung zu verstehen sei, drifteten die Ausführungen bald in Kuriositäten ab, die sich auch mit geistiger Schau nur schwer erklären&nbsp;lassen.</p>
<p>Eine weltfremde Spinnerin sieht jedoch anders aus: Sympathisch wirkte Judith von Halle, die eigentlich Architektin ist. Statt einer schwebenden Lichtgestalt stand da ein zierliches Persönchen mit warmherziger Ausstrahlung und lachenden Augen auf der&nbsp;Bühne.</p>
<p>Nur die unauffälligen Verbände an beiden Händen gaben dem Eingeweihten Hinweis auf ihre parasinnlichen Aktivitäten. Umso mehr verwirrte das, womit diese scheinbar fest im Leben stehende Frau den Zuhörer wieder nach Hause&nbsp;schickte.</p>
<p>Geistige Führung als Anfrage an das heutige Zeitalter und an den Einzelnen vor dem Hintergrund spiritueller und ganzheitlicher Entwicklung – damit hatte sie zunächst eine interessante Frage umrissen, die nicht nur Anthroposophen&nbsp;bewegt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1113" title="Judith von Halle in der Freien Hochschule für anthroposophische Pädagogik" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/10/judith-von-halle2.JPG" alt="judith-von-halle2" width="448" height="301" /></p>
<p>Doch dann wurden sehr verkürzt die abenteuerlichsten Thesen aufgetischt. So verkündete Judith von Halle frei heraus, Aids sei durch den Glauben der Menschen, sie stammten vom Affen ab, entstanden. Auch Demenz sei ein Zeichen eines fehlgeleiteten Zeitgeistes und ausschließlich darauf zu begründen. Es folgten zahlreiche moralische Appelle, die zumindest erläuterungswürdig&nbsp;erschienen.</p>
<p>Wer da im größtenteils Ü-60-Publikum ans Rebellieren – oder zumindest die kritische Nachfrage – dachte, wurde jedoch gleich ausgebremst. Nachdem von Halle Christus als den wahren und einzigen Grund einer Ich-Entwicklung überhaupt identifiziert hatte, verschwand sie flugs von der Bühne. Christus, der einzige Grund für die Blutvererbung des jüdischen Volkes, habe ein völlig neues Bewusstsein etabliert, da erst durch ihn ein Individualitätsverständnis überhaupt angestoßen worden sei, so von Halle. Damit arbeitete sie Christus als den Schlüssel zu geistiger Entwicklung und Führung des individuellen Ichs&nbsp;heraus.</p>
<p>Dass sie selbst augenzwinkernd bemerkte, etwas „predigtmäßig“ rüber zu kommen, traf allerdings genau den Punkt. Ihr dezidiert christlicher Blickwinkel ist ja nun keine Überraschung. Wer sonntags in die Kirche geht, erwartet schließlich auch keine Physikvorlesung. Trotzdem wäre etwas weniger „Predigt“ und mehr Gespräch sicher bereichernd gewesen und der eigentlichen Frage nur gerecht geworden. Immerhin sollte geistige Entwicklung nicht etwas sein, das man vorgesetzt bekommt, sondern an dem man selbsttätig&nbsp;arbeitet.</p>
<p>Die einzige Anmerkung lieferte kurz und knapp Benedictus Hardorp von der Anthroposophischen Gesellschaft Mannheim und Anhänger von Halles: „Dem ist nichts hinzuzufügen“. Dann war die Vorstellung vorbei. Keine Diskussion, Nachfragen,&nbsp;Anmerkungen.</p>
<p>An mangelndem Interesse des Publikums kann das eigentlich nicht gelegen haben. Bereits Wochen vorher waren die Karten ausverkauft, einige Zuhörer über hundert Kilometer weit angereist, um zu hören, was Judith von Halle zu sagen&nbsp;hatte.</p>
<p>Oder wurde durch die Abwesenheit eines Diskurses letztlich nur eine passive Sinnsuche entlarvt, die dankbar für jede geistige Mitfahrgelegenheit ist? Die charismatische Ausstrahlung einer, die sich mit spirituellen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigt, kann die eigene Auseinandersetzung eben nicht ersetzen. Und sich aus romantischer Bewunderung jede noch so gewagte These vorsetzen zu lassen, zeugt wenig von geistiger Autonomie. Dann jedenfalls hätte Judith von Halle gut daran getan, sich schnell zu entfernen. Dass sie selbst sich auf die Suche gemacht hat, leuchtet jenseits jeder Kritik ein. Bleibt nur zu hoffen, dass das auch für die Zuhörer&nbsp;gilt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Weitere&nbsp;Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,568508,00.html">Vier Jahre Nulldiät</a> - Artikel im&nbsp;Spiegel</li>
</ul>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 951px; width: 1px; height: 1px;">
<h1><a title="Vier Jahre Nulldiät – Christlicher Eifer oder Heimsuchung?" rel="bookmark" href="http://blog.birni.eu/2008/08/03/vier-jahre-nulldiaet-christlicher-eifer-oder-heimsuchung/">Christlicher Eifer oder&nbsp;Heimsuchung?</a></h1>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Bildergeschichten</title>
		<link>http://www.netzhaeuter.de/bucher/keine-bildergeschichten</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 10:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>motelsaigon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[alte feuerwache]]></category>
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		<category><![CDATA[roger willemsen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich reise niemals ohne Tagebuch. Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich&#160;haben.&#8221; Oscar Wilde Er gehört zum Herbst in Mannheim: Roger Willemsen. Wenn der Sommer sich verabschiedet, darf man sich darauf freuen, dass Roger Willemsen&#160;kommt. Am Dienstag Abend also hat der Herbst begonnen, denn da las Roger Willemsen in der Alten Feuerwache aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p style="text-align: right;"><span class="dquo">&#8220;</span>Ich reise niemals ohne Tagebuch.<br />
 Man sollte immer etwas Aufregendes zu lesen bei sich&nbsp;haben.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Wilde">Oscar Wilde<br />
 </a></p>
<p><a href="http://www.tooten.com/main.html"><img class="alignleft size-medium wp-image-851" title="Bangkok Noir - Ralf Tooten" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/bangkok_noir-300x166.jpg" alt="Bangkok Noir - Ralf Tooten" width="300" height="166" /></a>Er gehört zum Herbst in Mannheim: Roger Willemsen. Wenn der Sommer sich verabschiedet, darf man sich darauf freuen, dass Roger Willemsen&nbsp;kommt.</p>
<p>Am Dienstag Abend also hat der Herbst begonnen, denn da las Roger Willemsen in der <a href="http://www.altefeuerwache.com/">Alten Feuerwache</a> aus seinem Nocturno Bangkok Noir, gerade im Fischer Verlag erschienen und Niederschlag nächtlicher Streifzüge mit Ralf Tooten. Den Nacht-Bildern von  Tooten gegenübergestellt, wollte Willemsen Impressionen kreieren, keine Bildergeschichte erzählen. Multimedia-Abend nennt man sowas, und wie immer, wenn Roger Willemsen da ist, warten Reihen voller Bildungsbürger auf… ja, auf was eigentlich?<span id="more-846"></span></p>
<p>Geschichten und Bilder wie viele bunte Herbstblätter waren das, die da auf die Wartenden herunterrieselten. Banal, witzig, traurig, alles gemeinsam. Zum ersten Mal sehe ich Elefanten durch Betonblöcke und Straßen ziehen, ohne gleich mit schlechtem Gewisen an den Tierschutzverein zu&nbsp;denken.</p>
<p><a href="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/Bangkok-Noir-Cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-854" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left:10px;" title="Bangkok Noir - Cover" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/Bangkok-Noir-Cover-212x300.jpg" alt="Bangkok Noir - Cover" width="212" height="300" /></a>Keine Bildergeschichten und wenig Sex hatte Willemsen zu Beginn angekündigt und trotzdem sind es natürlich Bilder und vor allem Geschichten, die hängen&nbsp;blieben.</p>
<p>So schön gelesen, dass die Sehnsucht und das Fernweh groß werden, so fern, dass eine Ahnung nur davon aufsteigt, dass es eben doch nicht das gleiche ist, ob man seinen Mitternachtssnack zu sich nimmt in Baden-Württemberg oder&nbsp;Bangkok.</p>
<p>Und danach? Weinglas geleert,Mantel abgeholt, Pfand zurückgeholt, gut amüsiert? Hoffentlich bleibt auch ein wenig Entdeckermut hängen. Und Neugierde. Und Sehnsucht. Verdammt&nbsp;nochmal.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/detail.php?template=fv_wide_wrapper&amp;_content_template=buch_detail&amp;_navi_area=fv_home&amp;_navi_item=03.00.00.00&amp;id=1074653">Bangkok Noir</a> von Roger Willemsen und Ralf Tooten, erschienen im S. Fischer&nbsp;Verlag</p>
<p>Auf der Webseite von Roger Willemsen gibt es eine <a href="http://rogerwillemsen.de/_termine/termine_frameset_start.html">Übersicht der weiteren&nbsp;Termine.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reim mich oder ich fress dich</title>
		<link>http://www.netzhaeuter.de/veranstaltungen/reim-mich-oder-ich-fress-dich</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 14:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[word up]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend (Donnerstag, 12.02.2009) gab es in der alten Feuerwache in Mannheim einen Poetry Slam. Man soll ja zuerst was gutes Sagen. Also gut, zwei oder drei der Teilnehmer haben gute Texte gebracht. Vor allem Tilman Birr hat mich mit seiner Geschichte über Hartz IV Tourismus in Berlin gut&#160;unterhalten. Das war es aber auch schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-310" style="margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;" title="alte Feuerwache" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/02/feuerwache.gif" alt="alte Feuerwache" width="285" height="37" />Gestern Abend (Donnerstag, 12.02.2009) gab es in der alten Feuerwache in Mannheim einen <a href="http://www.altefeuerwache.com/programm/termin/2009/februar/12/poetry_slam-1.html">Poetry Slam</a>. Man soll ja zuerst was gutes Sagen. Also gut, zwei oder drei der Teilnehmer haben gute Texte gebracht. Vor allem <a href="http://www.tilmanbirr.de/termine.html">Tilman Birr</a> hat mich mit seiner Geschichte über Hartz IV Tourismus in Berlin gut&nbsp;unterhalten.</p>
<p>Das war es aber auch schon mit den guten Nachrichten. Vor allem die beiden weiblichen Teilnehmerinnen glänzten vor allem durch Unfähigkeit. Die Eine konnte deutsch weder sprechen noch schreiben. Man konnte höchstens über sie lachen, ich aber konnte mich nur fremdschämen. Die Andere brachte einen absolut belanglosen Text darüber, wie sie im Alltag ständig Gedichte schreiben muss und deshalb ihren Haushalt nicht geschafft bekommt. Hausfrauenlyrik at its worst. Sprachlich dabei nicht mal locker, sondern krampfhaft um Aufmerksamkeit heischend und auf pseudolyrisch getrimmt. Der einzig mögliche Kommentar dazu war: &#8220;Ich wusste nicht, dass 6 Minuten so lang sein können&#8221;.<span id="more-305"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-312" title="wordup" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/02/wordup.jpg" alt="wordup" width="176" height="66" />Die männlichen Teilnehmer waren größtenteils nicht viel ansprechender. Englische Gedichte, die eigentlich nur Versatzstücke aus schlechter Musik waren, möchtegern Rapper ohne Musik und jede Menge Metatexte: Wie bekommt man ein weißes Blatt Papier schwarz, wo kommen die Dichter her (obwohl das handwerklich sehr gut umgesetzt war und gegen Ende richtig gut wurde), die mich küssende Muse ist eine Schlampe, ich schreibe weil ich muss und nicht weil ich will, und so weiter und so fort. Gleich mehrere Stücke lebten nur von Wortspielen mit rhetorischen Fachbegriffen (Stabreim, Jambus und Sonett sind sooo witzige&nbsp;Wörter).</p>
<p>Allgemein lässt sich sagen: viel krampfhaft gereimtes auf Reim-mich-oder-ich-fress-dich-Niveau. Die wenigen echten Geschichten stachen dagegen heraus und wirkten wie eine&nbsp;Erlösung.</p>
<p>Dazu kommt eine wirklich schlechte Organisation. Als Vorprogramm ein Sänger, der alle einschlafen lässt. Moderatoren, die nicht vorbereitet sind und nicht die Zähne auseinander bekommen. Zwischendurch immer wieder warten darauf, dass die Moderatoren endlich den nächsten Teilnehmer ausgelost haben oder ihnen der nächste Satz einfällt. Außerdem musste jede Abstimmung mehrfach durchgeführt werden und selbst dann waren sie bei Verkündung des Ergebnisses extrem unsicher. Auch hier jede Menge Metakommunikation: &#8220;ich fass mich dann mal kurz&#8221;, &#8220;ich komm gleich zur Sache&#8221;, &#8220;ich erklär nur kurz wie es funktioniert&#8221;. Erste Regel des guten Redens: red nicht drüber, mach es einfach! Man könnte sich viel kürzer fassen, wenn man nicht breit darüber redet, sich kurzfassen zu wollen.<br />
 Auch nehme ich es ihnen übel, dass sie offenbar die Texte / Künstler vorher überhaupt nicht geprüft haben. Bei einem Poetry Slam in einer Kneipe, der nebenbei läuft, dürfen gerne irgendwelche Spackos ihre Reime vortragen. Aber wenn ich eine Abendveranstaltung mit Eintrittsgeld mache, erwarte ich ein Mindestmaß an Unterhaltung und&nbsp;Qualität.</p>
<p>Die Feuerwache selbst darf auch gerne mal die Lüftung anmachen, wenn das Haus so voll ist. Zur ersten Pause herrschte&nbsp;Erstickungsgefahr.</p>
<p>Super reagiert hat auch das Publikum (Achtung: Ironie). Die Menschen neben mir haben bei jeder der Abstimmungen für jeden der &#8220;Künstler&#8221; applaudiert. Prinzip nicht verstanden. Überhaupt bekamen auch richtig schlechte Stücke frenetischen Applaus. Jeder der an diesem Abend für die Hausfrauenlyrik geklatscht hat, hat sich an der Menschheit schuldig gemacht. Wie soll die arme Frau denn ihre Texte realistisch einschätzen, wenn sie kein Feedback bekommt? Manche Dinge sollten ein Hobby bleiben und das müssen diese Menschen auch merken. Dabei geht es ja auch bei einem Poetry&nbsp;Slam.</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Im Gegensatz zu einem Open Mic oder den Lesebühnen stehen die einzelnen Teilnehmer bei einem Slam untereinander im Wettbewerb. Dieser Wettbewerbsaspekt dient vor allem dazu, das Publikum zum Mitfiebern und Mitwerten einzuladen, da das Publikum auch den Sieger&nbsp;kürt.</p>
<p>Ebenfalls ist der Wettbewerb ein effektives Mittel für die Dichter, unmittelbares Feedback von einem interessierten Publikum zu erhalten, und soll als Ansporn für die Arbeit an den eigenen Texten und am Textvortrag, nicht aber als Grund für ernsthafte Rivalitäten genommen&nbsp;werden.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;">Quelle:&nbsp;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam">Wikipedia</a></p>
</blockquote>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Kurz: Wenn die Feuerwache das regelmäßig veranstalten will und dabei auch nur ein Mindestmaß an Qualität bewahren will, wird sie dran arbeiten müssen. Bis jetzt ist die Organisation so schlecht, dass es nur durch ein paar richtig gute Künstler gerettet werden kann. Wie man es richtig macht, kann man beim <a href="http://www.hafenschaenke.de/schedule.html">Subrosa</a> anfragen (auch wenn deren Webseite der Horror&nbsp;ist).</p>
<p>Ganz gut waren (as far as i remember): Tilman Birr, Nektarios Vlachopoulos und Philipp&nbsp;Scharrenberg.</p>
<p>Ich jedenfalls habe beschlossen ein Meta-Meta-Meta-Gedicht darüber zu schreiben: Ich schreibe ein Gedicht darüber, wie ich ein Gedicht darüber schreibe, ein Gedicht über das Schreiben zu schreiben. Vielleicht auch darüber, wie ich das Geschriebene dann&nbsp;vortrage.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>PS: Ein Tip für den Typen mit der &#8220;Assi-Muse&#8221;: Kürzen! Der Text, um die Hälfte gekürzt und um ein paar Plattitüden bereinigt könnte eine gute witzige Zwischennummer für einen Slam&nbsp;werden.</p>
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		<title>Wiglaf Droste rockt nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 19:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es rockt nicht. Es grooved nicht. Aber vielleicht muß es das auch&#160;nicht. Musikalisch war das irgendwie so &#8220;deutsch&#8221;. Er versucht das manchmal zu ändern, indem er wild mit den Armen fuchtelt, den Takt schlägt. &#8220;Jetzt macht doch mal Dampf&#8221;, scheint er seinen Musikern sagen zu wollen. Dann gallopiert er über die Bühne und schlägt ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-thumbnail wp-image-276 alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Wiglaf Droste" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/01/wiglaf_droste_thumb-112x150.jpg" alt="Wiglaf Droste" width="112" height="150" />Es rockt nicht. Es grooved nicht.<br />
 Aber vielleicht muß es das auch&nbsp;nicht.</p>
<p>Musikalisch war das irgendwie so &#8220;deutsch&#8221;. Er versucht das manchmal zu ändern, indem er wild mit den Armen fuchtelt, den Takt schlägt. &#8220;Jetzt macht doch mal Dampf&#8221;, scheint er seinen Musikern sagen zu wollen. Dann gallopiert er über die Bühne und schlägt ein Rad. Das Publikum dankt es ihm, doch seine Musiker lässt es auch weiterhin kalt.<span id="more-240"></span></p>
<p>Doch trotz seiner Anstrengungen wirkt seine tiefe Stimme doch am besten in den ruhigen Passagen; dann wenn es mehr um Text geht, als um Musik. So sind es doch vor allem Gedichte mit musikalischer Untermalung. Nicht, dass das etwas schlechtes wäre. Gute Lyrik mit unaufdringlicher Musik hinterlegt, teilweise fast rhythmisches Rezitieren von Text, wird den Texten sehr gerecht. Und was für Texte das sind, die hier gewählt&nbsp;wurden.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-35699-0002,_Peter_Hacks.jpg&amp;filetimestamp=20081204110506">Peter Hacks</a>, das muß ich zugeben, war mir bis hierhin unbekannt. Doch seine Lyrik ist frei,  natürlich und gleichzeitig so intelligent. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit seinen Texten&nbsp;beschäftigen.</p>
<p><span class="dquo">&#8220;</span><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-35699-0002,_Peter_Hacks.jpg&amp;filetimestamp=20081204110506"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-243" title="Peter Hacks" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/01/411px-bundesarchiv_bild_183-35699-0002_peter_hacks-102x150.jpg" alt="Peter Hacks" width="102" height="150" /></a>Beeilt euch, ihr Stunden, die Liebste will kommen.<br />
 Was trödelt, was schleppt ihr, was tut ihr euch schwer?<br />
 Herunter da, Sonne, und Abschied genommen.<br />
 Verstehst du nicht, Tag, man verlangt dich nicht mehr.<br />
 Mit seinen Droschken und Schwalben und Hunden<br />
 Wird mir das ganze Leben zum Joch.<br />
 Schluß mit Geschäften. Beeilt euch, ihr Stunden.<br />
 Und wärt ihr Sekunden, ich haßte euch noch.<br />
 Ich kann nicht erwarten, den staunenden Schimmer<br />
 In ihrem zärtlichen Auge zu sehn.<br />
 Verschwindet, ihr Stunden, am besten für immer.<br />
 Die Liebste will kommen, die Welt soll&nbsp;vergehn.&#8221;</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Im zweiten Teil des Abends darf das Spardosenterzett alleine ein paar eigene Lieder spielen; Wiglaf liest eigenen Texte vor und singt seine bekannteren Lieder. Das Spardosenterzett  finde ich von den Texten etwas oberflächlich aber ok. Nur der Schlagzeuger hat mich den ganzen Abend genervt mit seinem ploppen und klicken.<br />
 Wiglafs Texte sind wie immer: Genial bei sehr wechselndem Objekt der Betrachtung. Seine Rede ist eher ruhig, besonnen, vielleicht nachdenklich. Im Vergleich zu Roger Willemsen tritt er nicht als grosser Redner auf, der sich einfach auf die Bühne stellt und dann zwei Stunden lang frei erzählt ohne je den Faden zu verlieren. Er macht Pausen, denkt darüber nach, wie genau er es ausdrücken soll. Liest seine Texte vor. Es ist eine andere Art von Unterhaltung, ohne Witzeleien unter der Gürtelline und pseudointelektuelle Sprachhülsen. Er findet die richtigen Worte, ohne dass man ein Fremdwörterbuch benötigt um ihn zu&nbsp;verstehen.</p>
<p>Als Zugabe singt er meine beiden&nbsp;Lieblingslieder:</p>
<ul>
<li>Für&nbsp;immer</li>
<li>In 80 Phrasen um die&nbsp;Welt</li>
</ul>
<p>Aber Wiglaf, mal so unter Männern: Wenn du noch mal mitten in meinem Lieblingslied, grade wenn es vor Sentimentalität trieft, die Band vorstellst, dann bin ich dir persönlich böse.<br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Und um diesen Abend geht es: <a href="http://www.altefeuerwache.com/programm/termin/2009/januar/22/wiglaf_droste_das_spardosenterzett.html">Wiglaf Droste &amp; das Spardosenterzett am 22.01.2009 in der alten Feuerwache Mannheim</a><br />
 und noch ein <a href="http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/676597505.html">Zeitungsbericht des Mannheimer&nbsp;Morgens</a>.</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste">Wiglaf bei&nbsp;Wikipedia</a></li>
<li><a href="http://www.tomprodukt.de/wiglaf-droste">www.wiglafdroste.de</a></li>
<li><a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Wiglaf_Droste">Wiglaf bei&nbsp;Wikiquote</a></li>
</ul>
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