Mit ihrer neuen CD “Leaving on a mayday” entspricht Anna Ternheim sicher ihrem Image, eine Meisterin des traurig-schönen Popsongs zu sein.
Doch ist die Welt der Etikettierungen das eine und die vorbehaltlose Annäherung das andere. So sind Überraschungen möglich.
Die größte Überraschung für mich sind die fünf Frank-Sinatra-Coverversionen, die die Erstauflage dieser neuen CD enthält: “New York, New York”, “Come fly with me”, “Fly me to the moon”, “That’s life” und “Strangers in the night”.
Experimentierfreudig, verspielt, modern.
Anna Ternheim hat sich die Stücke quasi “anverwandelt”, und ”Coverversionen” trifft als Begriff im Grunde auf diese Produktionen kaum noch zu. Die Chemie zwischen Produzent und Künstlerin hat offensichtlich wunderbar gestimmt.
Kurz und gut: Dies ist ein Tipp für alle, denen das orchestrale Entertainment, das Pathos und auch die weltmännische Lässigkeit und Selbstgewissheit Sinatras eher fremd (geworden) ist.
Weitere Rezensionen finden sich beim Beatblogger und bei Motor.