Wie frei sind wir eigentlich noch,
wenn man sich ständig rechtfertigen muß?
Ständige Diskussionen.
Ständige Nachfragen.
Just say No!
Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie
und so Zeug halt
Wie frei sind wir eigentlich noch,
wenn man sich ständig rechtfertigen muß?
Ständige Diskussionen.
Ständige Nachfragen.
Just say No!
Die Frankfurter Rundschau beschreibt die Feier zum 60. Geburtstags des Grundgesetzes:
“Vorbei am “Boulevard der Marken”, wo deutsche Firmen von Nivea bis Rotkäppchen ihre 2,70 Meter hohen Logos präsentieren, kommt der Besucher zum Brandenburger Tor.”
Da wird einem doch schnell klar, wem dieses Grundgesetz noch dienen soll. Es verbeugt sich praktisch vor der Macht der grossen Firmen, des Kapitals. Die Logos sind es also, was die 60 Jahre Nachkriegsgeschichte ausmachen. Sie sind es, die sich einprägen sollen und präsentieren dürfen.
Normalerweise wird hier nicht einfach so Werbung für andere Blogs oder Webseiten gemacht. Aber 500beine hat es mir angetan. Selten sah ein Blog so scheiße aus. Selten hatte ein Blogschreiber so viel literarisches Potential. Und das ist auch schon das Einzige, was man in diesem Blog findet: Ein Typ schreibt.
“Für einen Künstler gibt es nur eine goldene Regel: sei einfach. Das erfolgreichste Lied aller Zeiten baut auf zwei Akkorden auf, A-Dur, E-Dur. Und dazu La Paloma pfeifen. Mehr nicht. Das reicht.”
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San Francisco in the middle sixties was a very special time and place to be a part of. Maybe it meant something. Maybe not, in the long run … but no explanation, no mix of words or music or memories can touch that sense of knowing that you were here and alive in that corner of time and the world. Whatever it meant … […]
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Weiß ein Tier, auch wenn es intelligent sein mag, darauf zu antworten?
Wer etwas sehr Gutes, Schönes, Magisches erfährt und erlebt, wie kann dieser Mensch sich danach mit weniger zufrieden geben? Wird ihn nicht die Frustration und Langeweile und das Gegenteil von Genuss, Interesse, Beteiligtsein und Anteilnahme einholen?
Resultiert nicht aus dem so Erlebten die Unfähigkeit, zum Mittelmaß zurückzukehren.
She was an alcoholic artist
with too much makeup ‘round her eyes
and I never knew her real name
she was a sunbeam wrapped in liesBut I love her and I’m sorry
and that’s all there is to say
it’s like fairy from the ancient time
and I hope it, hope it stays that way
Song for Aberdeen von Mando Diao
Ich gehe morgens aus dem Haus in den Dunst dieser Stadt hinein und meine Kopfhörerer drücken mir genau im richtigen Moment diese Worte in meinen Kopf.
Da wird mir klar: Grosse Literatur findet man nicht mehr (nur) zwischen verstaubten Bücherschinken.
Der Himmel sieht etwas blauer aus, als sonst. Die Stadt etwas mehr nach Metropole und die Musik klingt einfach nur gut…
Zitat des Tages:
“Wenn Kubrick ein Auto einparkt, ist das immer noch faszinierender, als wenn es bei Cameron explodiert.”
Roger Willemsen, Nur zur Ansicht, S. 294
Heinz Rudolf Kunze hat 2005 das Kafka Zitat “Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns” in einem Lied verwendet und abgewandelt:
“Seine Bilder sind scharf geschliffne Äxte
unsre Herzen nur ein zugefrornes Meer
aus den Rissen seiner Schläge sprudeln Texte
manche kommen von Der-Teufel-weiß-woher
er hat das Schloß gefunden
ein Leben lang umkreist
fast wär ihm dabei selber noch das Herz vereist
wer kam schon wie er dem Verhängnis nah
so verzweifelt wie der Landvermesser K.”
Den gesamten Text des Liedes findet ihr auf der Webseite von H.R. Kunze:
Heinz Rudolf Kunze - K.
Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung.
— Kurt Tucholsky