Das Interessante an der Macht ist nicht, wie man sie bekommt, sondern wie man sie vermeidet.
Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie
und so Zeug halt
Das Interessante an der Macht ist nicht, wie man sie bekommt, sondern wie man sie vermeidet.
Und eines Donnerstags dann, fast zweitausend Jahre nachdem ein Mann an einen Baumstamm genagelt worden war, weil er gesagt hatte, wie phantastisch es doch wäre, wenn die Leute zur Abwechslung mal nett zueinander wären, kam ein Mädchen, das ganz allein in einem kleinen Café in Rickmansworth saß, plötzlich dahinter, wie die Welt gut und glücklich gemacht werden könne.
Diesmal war alles richtig, es würde funktionieren, und niemand würde dafür an irgendwas genagelt werden.
Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis
Noch heute, 2000 Jahre später feiern wir diesen Tag, als ein bedeutendes Ereignis. Ich will jetzt gar nicht davon reden, wie wir den Tag feiern und die kapitalistische Verwertungsmaschine mal ganz beiseite lassen.
Aber mal ganz ehrlich: Das ist 2000 Jahre her. Gab es in der zwischenzeit nicht vielleicht auch andere Menschen, die etwas intelligentes gesagt haben? Gab es wirklich in 2000 Jahren niemand anders, der sagte: “Seid doch mal einfach alle nett zueinander.”? Und was ist aus seiner Botschaft geworden, in der Zeit? Stille Post ist ein Witz dagegen.
Wie wäre es also damit, wenn wir mal einen kurzen Moment inne halten, die Person ignorieren (sorry Jesus, aber du bist mir echt egal) und überlegen: Was wäre unsere Botschaft? Was wollen wir den nächsten 2000 Jahren sagen? Welche Vision für eine bessere Welt haben wir?
Und wenn wir schon dabei sind, können wir auch mal eben 2000 Jahre nachholen und einfach mal nett zueinander sein. Alle bitte herkommen zum Gruppenknuddeln *drück*.
“It’s all true. The land belongs to the landlords, right now, because of magic. People worship the deeds in the government offices, and they won’t dare move onto a square of ground if one of the deeds says somebody else owns it. It’s a head-trip, a kind of magic, and you need the opposite magic to lift the curse. You need shock elements to break up and disorganize the chains of command in the brain, the ‘mind-forg’d manacles’ that Blake wrote about. That’s the unpredictable elements, dads: the erratic, the erotic, the Eristic. Tim Leary said it: ‘People have to go out of their minds before they can come to their senses.’ They can’t feel and touch and smell the real earth, man, as long as the manacles in the cortex tell them it belongs to somebody else. If you don’t want to call it magic, call it counter-conditioning, but the principle is the same. Breaking up the trip society laid on us and starting our own trip. Bringing back old realities that are supposed to be dead. Creating new realities. Astrology, demons, lifting poetry off of the written page into the acts of your daily life. Surrealism, dig? Antonin Artaud and Andre Breton put it in a nutshell in the First Surrealist Manifesto: ‘total transformation of mind, and all that resembles it.’ They knew all about the Illuminated Lodge, founded in Munich in 1923, and that it controlled Wall Street and Hitler and Stalin, through witchcraft. We gotta get into witchcraft ourselves to undo the hex they’ve cast on everybody’s mind.
All hail Discordia! Do you read me?”
How could you tell how much of it was lies? It might be true that the average human being was better off now than he had been before the Revolution. The only evidence to the contrary was the mute protest in your own bones, the instinctive feeling that the conditions you lived in were intolerable and that at some other time they must have been different.

(via)
“Go back to bed, America. Your government has figured out how it all transpired. Go back to bed, America. Your government is in control again. Here. Here’s American Gladiators. Watch this, shut up. Go back to bed, America. Here is American Gladiators. Here is 56 channels of it! Watch these pituitary retards bang their fucking skulls together and congratulate you on living in the land of freedom. Here you go, America! You are free to do what we tell you! You are free to do what we tell you!”
Der Bildungsstreik 2009 kommt am 04.12. mit dem Motto “Freie Bildung für alle” nach Mannheim. Auch die Studenten der Freie Hochschule für Waldorfpädagogik solidarisieren sich mit der Aktion und werden an der Demo teilnehmen.
“Viele Argumente und Änderungen, die von Bildungspolitikern als notwendig oder auch unumgänglich betrachtet werden, hat die Waldorfschule schon lange implementiert. So sind z.B. die freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion sowie die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems in Waldorfzusammenhängen selbstverständlich.
Die Studierenden der Freien Hochschule Mannheim werden an der Demonstration am 04.12.2010 in Mannheim teilnehmen und sich für eine Verbesserung der deutschen Bildungslandschaft einsetzen.”
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Wer sich für Literatur sehr interessiert und also mehr als gerne liest, wird ermessen können, was es bedeutet, eine ernste Leseblockade zu haben. Umso größer das Glück, endlich wieder zum Lesen verführt zu werden.
Der Autor Martin Suter ist für mich ein solcher Glücksbringer. Nach “Der letzte Weynfeldt” ist “Lila, Lila” der zweite Roman von ihm, den ich mit Neugier und Genuss gelesen habe.
Eine schön-traurige Liebesgeschichte, kunstvoll, ohne Klischees und einfach großartig erzählt. Gleichzeitig eine kennerhafte, fast satirische Darstellung des Literaturbetriebs.
Buchtipp: “Lila, Lila” von Martin Suter
“Wie soll man in den Zeiten freier Wahlen daran erinnern, dass »Mehrheit« kein Synonym für »richtig« ist, ohne damit jedes Mal sein Abonnement auf das schwarze Schaf zu verlängern?
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Fadensonnen
über der grauschwarzen Ödnis.
Ein baumhoher Gedanke greift sich den Lichtton:
es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen.
Paul Celan - “Fadensonnen”
Paul Celan wurde geboren am 23.11. 1920 und wäre heute 89 Jahre alt geworden.
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