Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehn. Franz Kafka - Aphorismen
Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie
und so Zeug halt
Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehn. Franz Kafka - Aphorismen
Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen. Franz Kafka - Aphorismen
Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den Empörten. Franz […]
Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine Hauptsünde: die Ungeduld. Wegen der Ungeduld sind sie vertrieben worden, wegen der Ungeduld kehren sie nicht zurück. Franz Kafka […]
Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache. Franz Kafka - Aphorismen
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. Franz Kafka - Aphorismen
Eine psychologische Studie der University of California deutet darauf hin, das Texte von Kafka die Lernfähigkeit verbessern können. Der Effekt tritt laut der Studie durch Entfremdung bei Konfrontation mit surrealen Geschichten ein. Die Forscher führen das auf die Eigenschaft unseres Gehirns zurück, immer sinnvolle Zusammenhänge erkennen zu wollen. Eine widersinnige surreale Geschichte, z.B. von Franz Kafka […]
Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar. Franz Kafka - Betrachtung
Heinz Rudolf Kunze hat 2005 das Kafka Zitat “Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns” in einem Lied verwendet und abgewandelt: “Seine Bilder sind scharf geschliffne Äxte unsre Herzen nur ein zugefrornes Meer aus den Rissen seiner Schläge sprudeln Texte manche kommen von Der-Teufel-weiß-woher er hat das Schloß gefunden ein Leben […]
Langsam beugt sich der weise ältere Herr ein kleinen Stückchen herab. “Du mußt noch viel lernen.”, sagt er zu dem 17jährigen Mädchen, das ihn verschreckt aus großen Augen anschaut. Natürlich stimmt das. Doch vergisst er dabei, dass er noch genau so viel lernen muß, wie das junge Mädchen zu dem er spricht. Jeder Mensch hat […]
Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.
— Kurt Tucholsky