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	<title>Netzhæuter &#187; kafka</title>
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	<description>Bücher, Kultur, Kunst, Anarchie und so Zeug halt</description>
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		<title>Der entscheidende Augenblick</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts&#160;geschehn. Franz Kafka -&#160;Aphorismen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend. Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts&nbsp;geschehn.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
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		<title>Keine Rückkehr</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu&#160;erreichen. Franz Kafka -&#160;Aphorismen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu&nbsp;erreichen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
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		<title>Die Fluten des Totenflusses</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den&#160;Empörten. Franz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit die Fluten des Totenflusses zu belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den&nbsp;Empörten.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ungeduld und Lässigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine Hauptsünde: die Ungeduld. Wegen der Ungeduld sind sie vertrieben worden, wegen der Ungeduld kehren sie nicht&#160;zurück. Franz Kafka [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine Hauptsünde: die Ungeduld. Wegen der Ungeduld sind sie vertrieben worden, wegen der Ungeduld kehren sie nicht&nbsp;zurück.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
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		<title>Ungeduld</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren&#160;Sache. Franz Kafka -&#160;Aphorismen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren&nbsp;Sache.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
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		<title>Der wahre Weg</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu&#160;werden. Franz Kafka -&#160;Aphorismen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu&nbsp;werden.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;Aphorismen</p>
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		<title>Kafka könnte beim lernen helfen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 11:32:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anonym</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine psychologische Studie der University of California deutet darauf hin, das Texte von Kafka die Lernfähigkeit verbessern können. Der Effekt tritt laut der Studie durch Entfremdung bei Konfrontation mit surrealen Geschichten&#160;ein. Die Forscher führen das auf die Eigenschaft unseres Gehirns zurück, immer sinnvolle Zusammenhänge erkennen zu wollen. Eine widersinnige surreale Geschichte, z.B. von Franz Kafka [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/skugga/301068008/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-837" style="margin-bottom: 10px; margin-right: 10px;" title="Kafka Statue" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/09/kafka_statue1-105x150.jpg" alt="Kafka Statue" width="105" height="150" /></a>Eine <a href="http://www.ia.ucsb.edu/pa/display.aspx?pkey=2086">psychologische Studie</a> der University of California deutet darauf hin, das Texte von Kafka die Lernfähigkeit verbessern können. Der Effekt tritt laut der Studie durch Entfremdung bei Konfrontation mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Surrealismus">surrealen</a> Geschichten&nbsp;ein.</p>
<p>Die Forscher führen das auf die Eigenschaft unseres Gehirns zurück, immer sinnvolle Zusammenhänge erkennen zu wollen. Eine widersinnige surreale Geschichte, z.B. von Franz Kafka oder David Lynch, bringt das Gehirn dazu verstärkt nach Mustern zu suchen. Dies half den Probanden Aufgaben aus dem Bereich künstliche Grammatik zu lösen.<span id="more-830"></span></p>
<p>Bis jetzt wurde der Effekt auch nur beim Musterlernen untersucht. Es ist unklar ob er auch beim normalen Lenrne auftritt. Zudem ist wichtig, dass die Probanden unerwartet mit bizarren Geschichten konfrontiert&nbsp;wurden.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>weitere Quellen zum&nbsp;Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ia.ucsb.edu/pa/display.aspx?pkey=2086">original Pressemeldung der University of&nbsp;California</a></li>
<li><a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2009/09/090915174455.htm">Science&nbsp;Daily</a></li>
<li><a href="http://www.tricitypsychology.com/blog/2009/09/16/want-so-smarts-read-kafka/">Want some smarts? Read Kafka - Tri-City&nbsp;Psychology</a></li>
<li><a href="http://www.psychologie-heute.de/news_aktuell/index.html">Kafka hilft beim Lernen - Psychologie&nbsp;heute</a></li>
<li><a href="http://debeka.gesundheitsportal-privat.de/News/Kluge-Lektuere-Kafka-hilft-1131378.html">Kluge&nbsp;Lektüre</a></li>
<li><a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/09/16/kafka-lesen-und-lynch-gucken-macht-schlau/">Nerdcore hat ein Film-Intro von David Lynch zum&nbsp;Thema</a></li>
<li><a href="http://wissenschaft.toppx.de/2009/09/16/psychologische-studie-kafka-lekture-macht-kluger/">Wissenschaftsecho</a></li>
<li><a href="http://www.freitag.de/kultur/0938-kafka-macht-klug">Freitag.de - Kafka macht&nbsp;klug</a></li>
</ul>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">http://de.wikipedia.org/wiki/Surrealismus</div>
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		<title>Die Bäume</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 09:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur&#160;scheinbar. Franz Kafka -&#160;Betrachtung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.flickr.com/photos/sovietuk/107654154/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-674" style="margin-right: 10px; margin-bottom: 10px; margin-top: 10px;" title="Bäume im Schnee" src="http://www.netzhaeuter.de/wp-content/uploads/2009/07/snowblasted_trees-150x112.jpg" alt="Bäume im Schnee" width="150" height="112" /></a>Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur&nbsp;scheinbar.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;">Franz Kafka -&nbsp;<a href="http://www.kafka.org/index.php?betrachtung">Betrachtung</a></p>
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		<title>aus den Rissen seiner Schläge sprudeln Texte</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 22:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kafkaesk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[godwins law]]></category>
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		<description><![CDATA[Heinz Rudolf Kunze hat 2005 das Kafka Zitat &#8220;Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns&#8221; in einem Lied verwendet und&#160;abgewandelt: &#8220;Seine Bilder sind scharf geschliffne Äxte unsre Herzen nur ein zugefrornes Meer aus den Rissen seiner Schläge sprudeln Texte manche kommen von Der-Teufel-weiß-woher er hat das Schloß gefunden ein Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Rudolf_Kunze">Heinz Rudolf Kunze</a> hat 2005 das Kafka Zitat &#8220;<a href="http://www.netzhaeuter.de/bucher/ein-buch-mus-die-axt-sein-fur-das-gefrorene-meer-in-uns">Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns</a>&#8221; in einem Lied verwendet und&nbsp;abgewandelt:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Seine Bilder sind scharf geschliffne Äxte<br />
unsre Herzen nur ein zugefrornes Meer<br />
aus den Rissen seiner Schläge sprudeln Texte<br />
manche kommen von Der-Teufel-weiß-woher<br />
er hat das Schloß gefunden<br />
ein Leben lang umkreist<br />
fast wär ihm dabei selber noch das Herz vereist<br />
wer kam schon wie er dem Verhängnis nah<br />
so verzweifelt wie der Landvermesser&nbsp;K.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den gesamten Text des Liedes findet ihr auf der Webseite von H.R. Kunze:<br />
<a href="http://www.heinzrudolfkunze.de/musik/songs/k.html">Heinz Rudolf Kunze - K.<span id="more-144"></span></a></p>
<p>An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass ich mich von Kunzes Aussage zur Deutsch-Rock-Quote distanziere.<br />
Ausserdem disqualifiziert er sich auch in diesem Lied&nbsp;selbst:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Er hat die Schienen schon geahnt<br />
an deren Ende Auschwitz&nbsp;lag&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier greift ganz klar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz">Godwins Law</a>.<br />
Vor allem, weil man mit Kafka so viel mehr anfangen kann, als ihn auf den Holocaust&nbsp;zu beziehen.</p>
<p>Allerdings gibt es eine Menge Bonuspunkte dafür, dass er ein Lied über Kafka geschrieben hat. Vielleicht gleicht sich das ganz knapp wieder aus&#8230;<br />
Außerdem mag ich den folgenden&nbsp;Abschnitt:</p>
<blockquote><p>In Gottes Menschentierversuch<br />
sind tausend Jahre nur ein Tag<br />
doch einer führt das Protokoll<br />
Franz Kafka<br />
das Rätsel aus&nbsp;Prag</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Du mußt noch viel lernen.&#8221;</title>
		<link>http://www.netzhaeuter.de/betrachtungen/du-must-noch-viel-lernen</link>
		<comments>http://www.netzhaeuter.de/betrachtungen/du-must-noch-viel-lernen#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 21:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>netzhaeuter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betrachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[aphorsimus]]></category>
		<category><![CDATA[erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[kafka]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.netzhaeuter.de/?p=67</guid>
		<description><![CDATA[Langsam beugt sich der weise ältere Herr ein kleinen Stückchen herab. &#8220;Du mußt noch viel lernen.&#8221;, sagt er zu dem 17jährigen Mädchen, das ihn verschreckt aus großen Augen anschaut. Natürlich stimmt das.  Doch vergisst er dabei, dass er noch genau so viel lernen muß, wie das junge Mädchen zu dem er spricht. Jeder Mensch hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Langsam beugt sich der weise ältere Herr ein kleinen Stückchen herab. &#8220;Du mußt noch viel lernen.&#8221;, sagt er zu dem 17jährigen Mädchen, das ihn verschreckt aus großen Augen anschaut.<br />
Natürlich stimmt das.  Doch vergisst er dabei, dass er noch genau so viel lernen muß, wie das junge Mädchen zu dem er spricht. Jeder Mensch hat immer gleich viel zu lernen. Die Menge des möglichen Wissens ist unendlich. Daran ändert auch nichts, wenn wir eine Kleinigkeit (und mehr erreichen wir auch mit größter Anstrengung und bei maximaler Bemühung nicht) dazu lernen.<span id="more-67"></span></p>
<p><span class="unicode">∞ - 1 = </span><span class="unicode">∞<br />
(lies: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unendlich#Weitere_Operationen_mit">Unendlich</a> minus eins gleich&nbsp;unendlich)</span></p>
<p>Oder wie Kafka es so schön in einem <a href="http://www.kafka.org/index.php?id=120,110,0,0,1,0">Aphorismus</a> ausgedrückt&nbsp;hat:</p>
<blockquote><p><span class="dquo">&#8220;</span>Der Weg ist unendlich, da ist nichts abzuziehn, nichts zuzugeben und doch hält doch jeder noch seine eigene kindliche Elle daran. <span class="unicode"><br />
»</span>Gewiß auch diese Elle Wegs mußt Du noch gehn, es wird Dir nicht vergessen werden.<span class="unicode">«</span>&#8221;</p></blockquote>
<p>Welche Erkenntnis bleibt uns in diesem Zusammenhang noch, außer der obligatorischen &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_wei%C3%9F,_dass_ich_nichts_wei%C3%9F!">Ich weiß, dass ich nichts weiß.</a>&#8221;. Wünschenswert wäre die Erkenntnis des älteren Herrn, dass diese junge Ding, auf das er da hinab schaut, Dinge erlebt hat die seinem Erfahrungsschatz für immer fehlen werden. Schön wäre auch ein anderes menschliches Miteinander und ein kleines Bisschen Demut&nbsp;(vielleicht).</p>
<p>Und das Mädchen schaut auf zu diesem alten Mann und sieht in seinen Augen keine Tiefe und keine Weisheit, sondern nur Altersstarrsinn und Überheblichkeit. &#8220;Zu sein wie du, dass will ich gar nicht lernen&#8221;, denkt sie bei sich und geht ihres&nbsp;Weges.</p>
]]></content:encoded>
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